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Um den Schuldner einen Neustart zu ermöglichen, wurde im Rahmen eines Insolvenzverfahrens die Restschuldbefreiung Münster eingeführt. Vor dem Jahr 1999, in dem diese Regelung in Kraft getreten ist, war dies noch nicht möglich. Der Schuldner war praktisch sein Leben lang mit Schulden behaftet, solange er sie nicht zurückbezahlt hatte. Eine Restschuldbefreiung kann normalerweise nur einmal in Anspruch genommen werden. Nur in seltenen Fällen wird sie nochmals gewährt, das bedarf aber einer genauen Prüfung. Hat sich der Schuldner in einer vorherigen Insolvenz als redlich bewiesen, so wäre es unter Umständen möglich, nach 10 Jahren einen neuen Antrag zu stellen.

Voraussetzungen für eine Restschuldbefreiung Münster

Um in den Genuss einer Restschuldbefreiung zu kommen, muss der Schuldner eine sogenannte Wohlverhaltensperiode einhalten. Innerhalb dieser 6 Jahre muss er regelmäßig die vereinbarten Beträge an den Gläubiger entrichten. Nach der Wohlverhaltensperiode verzichtet der Gläubiger auf den Rest der Schulden. Um den Rückzahlungsbetrag errechnen zu können, muss der Schuldner sein Einkommen offenlegen. Danach wir der pfändbare Teil berechnet. Dieser wird auf ein Treuhandkonto überwiesen und an den Gläubiger weitergeleitet.

Bei einer selbstständigen Erwerbstätigkeit wird nicht der Gewinn als Bemessungsgrundlage herangezogen, sondern der Lohn, den er bekommen würde, wenn er den selben Beruf unselbstständig ausführen würde.
Die Schuldnerberatung hilft

Wer tief in den Schulden steckt und Insolvenz anmelden möchte, sollte den Weg zu einer Schuldnerberatung gehen. Diese steht zur Seite, wenn es darum geht, einen Tilgungsplan aufzustellen. Dieser ist wichtig, denn nur so kann dem Gericht und in weiterer Folge dem Gläubiger offengelegt werden, wie hoch der monatliche Tilgungsbetrag ist.

Versagungsgründe für eine Restschuldbefreiung Münster

Folgende Gründe gibt es für eine Versagung der Restschuldbefreiung:

  • Ist ein Schuldner bereits wegen einer Insolvenzstraftat verurteilt worden, wird ihm die Restschuldbefreiung versagt. Beispielsweise wenn er Vermögen beiseite geschafft hat, oder vorsätzlich die Eröffnung des Insolvenzverfahren verzögert hat.
  • Der Schuldner hat Vermögenswerte verschwiegen, z.B. ein Sparbuch oder ein teures Auto, das pfändbar wäre.
  • Kauf von teuren Sachen, obwohl er bereits wusste, dass er diese nicht bezahlen kann.
  • Bei einer Kreditaufnahme wurden bewusst falsche Angaben gemacht, um diesen zu erhalten.
  • Der Schuldner hat die Auskunftspflicht verletzt. Dies kann gegenüber dem Gericht oder dem Insolvenzverwalter geschehen sein.