0800 77 67 658 [email protected]

Zeitpunkt für die Eröffnung eines Pfändungsschutzkontos

Noch bevor eine Pfändung in Kraft tritt, sollte das normale Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt werden. Die Bank darf dem Kunden das P-Konto nicht verwehren. Sollte man, beispielsweise mit dem Lebenspartner, ein gemeinsames Konto haben, müssen diese Konten vor der Pfändung getrennt werden. Das Konto des Schuldners wird zugleich in ein P-Konto umgewandelt.

Verschiedene Kontoleistungen nach der Eröffnung des P-Kontos

Banken ist es nicht erlaubt, dem Kunden Kontoleistungen zu kürzen, wenn er sein Girokonto zu einem P-Konto umgewandelt hat. Es muss ihm ermöglicht werden, weiterhin seine Bankgeschäfte durchzuführen. Dazu gehören Überweisungen tätigen genauso wie das Abheben von Geld oder das Onlinebanking. Der Kunde hat schließlich sein altes Kontomodell, mit dem Pfändungsschutzkonto sicher er sich nur ab. Sollte eine Bank dennoch die Leistungen kürzen oder kappen, kann eine Beschwerde eingebracht werden.

Doppelpfändung

Ist bereits eine Lohnpfändung eingeleitet, wird nur der unpfändbare Betrag auf das Konto überwiesen. Sollte diese Summe über den Freibetrag liegen, könnte eine weitere Pfändung über das Pfändungsschutzkonto stattfinden. Um die Doppelpfändung zu vermeiden, muss mit dem Vollstreckungsgericht Rücksprache gehalten werden. Bei wechselnden Löhnen, die durch Mehrarbeit oder Schichtzulagen zustande kommen, kann ein Blankettbeschluss beantragt werden. Das bedeutet, dass das Einkommen pauschal freigestellt wird. Dieses wird vom Arbeitgeber auf das Konto überwiesen.

Das Pfändungsschutzkonto im Rahmen der Verbraucherinsolvenz

Ein Pfändungsschutzkonto kann auch während eines Verbraucherinsolvenzverfahrens genutzt werden. Dem Treuhänder bleibt die Arbeit erspart, das Konto extra freizugeben. Der Inhaber des Kontos kann, jedoch nur im Rahmen des Freibetrages, das Geld für das Bestreiten seines Lebensunterhaltes, nutzen. Es ist zu empfehlen, das Girokonto rechtzeitig, also noch vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens, in ein P-Konto umzuwandeln. Doch auch nach der Zustellung des Pfändungsbeschlusses ist eine Umstellung noch möglich. Diese Umstellung muss innerhalb von vier Wochen passieren. Nach der Beantragung eines P-Kontos hat die Bank vier Geschäftstage für die Durchführung Zeit.