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Für die Verbesserung im Verbraucherschutz sorgt das Pfändungsschutzkonto, das sogenannte P-Konto. Jeder Schuldner und Verbraucher hat das Recht, bei seiner Bank ein P-Konto einzurichten. Der Buchstabe P steht für Pfändungsschutz. Zum P-Konto wird jedes Konto auf Antrag. Dabei wird mit der Bank eine Vereinbarung getroffen, dass über das Guthaben ein Pfändungsschutz besteht. Bis zu einen bestimmten Betrag darf das Guthaben gepfändet werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Schuldner noch seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Nicht immer reicht diese Summe aus, daher kann der Basispfändungsschutz höher angesetzt werden.

Erhöhung des Basispfändungsschutzes

Das unpfändbare Kapital wird aufgrund der zu unterhaltenden Personen berechnet. Es kommt ganz darauf an, wie viele Personen im Haushalt leben und welches Einkommen sie haben. Sind minderjährige Kinder zu versorgen, erhöht sich der Betrag automatisch. Wird für die Kinder eine Sozialleistung, wie Kindergeld, gewährt, ist dieser Betrag nicht pfändbar. Es muss bei der Eröffnung des P-Kontos eine Bescheinigung vorgelegt werden. Ebenso unpfändbar sind Leistungen, die aus einem Mehraufwand erfolgen. Das kann beispielsweise eine Entschädigung aufgrund eines Unfalles sein. Wer durch eine Krankheit hohe Medikamentenkosten hat, muss ebenfalls die Notwendigkeit belegen.

Verbesserungen durch das Pfändungsschutzkonto

Durch das P-Konto ist eine Lohnpfändung einfacher geworden. Der administrative Aufwand ist geringer. Bisher musste ein gerichtlicher Freigabebescheid erfolgen. Dieser ist mit der Einführung des P-Kontos hinfällig. Es wird auch jetzt nicht mehr darauf geachtet werden müssen, wann die Zahlungseingänge erfolgen. Ebenso ist es nicht von den Leistungen wie Arbeitslohn oder Sozialleistungen abhängig. Es wird angenommen, dass Banken weniger gepfändete Konten kündigen. Auch für selbstständig Erwerbstätige bringt die Einführung des P-Kontos Verbesserungen. Für diese Personen gelten die gleichen Voraussetzungen wie für Nichtselbständige.

Überweisungen und Zahlungen

Ein P-Konto wird nicht blockiert. Bis zum Basispfändungsschutz können die ganz normalen Bankgeschäfte, wie Behebungen oder Überweisungen getätigt werden. Das gilt auch für das Online-Banking. Dieses muss auch weiter bestehen bleiben, wenn ein normales Konto zu einem P-Konto umgewandelt wird. Auch die Neueinrichtung eines Online-Banking-Zugangs muss für ein P-Konto gewähr werden. Bleibt ein Betrag zum Ende des Monats übrig, wird dieses Guthaben auf den Folgemonat übertragen. Ist im nächsten Monat wieder ein Guthaben auf dem Konto, wird das dem Gläubiger überwiesen.