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Es stellt kein Problem dar, während eines Insolvenzverfahrens ein P-Konto in ein normales Konto zurückzuwandeln. Der Schuldner hat keine Pflicht ein P-Konto zu eröffnen bzw. ein vorhandenes dahin gehend umzuwandeln. Es empfiehlt sich jedoch, das P-Konto so lange zu behalten, bis alle Schulden getilgt sind. Der Aufwand der Kontoführung ist bei diesem Konto geringer. Üblicherweise gibt der Insolvenzverwalter das Konto frei. Der Schuldner kann allerdings damit beauftragt werden, regelmäßig Kontoauszüge vorzulegen. Der Insolvenzverwalter stellt damit sicher, dass sich der Schuldner nicht bereichert.

Keine Meldepflicht

Da es nicht zwingend notwendig ist, ein P-Konto zu führen, muss der Insolvenzverwalter nicht über eine Rückwandlung informiert werden. Informationspflicht hingegen besteht über alle Einkünfte. Diese müssen wahrheitsgemäß angegeben werden. Steigt das Einkommen, muss das dem Verwalter unverzüglich mitgeteilt werden. Es ist jedoch verboten, mehrere P-Konten zu besitzen. Dies muss bereits beim Umwandeln von einem herkömmlichen Konto in ein P-Konto versichert werden. Es ist strafbar, mehrere dieser Konten zu besitzen. Die Bank darf bei der SCHUFA nachfragen, wie viele P-Konten ein Schuldner besitzt. Die SCHUFA darf die Daten des Schuldners nicht weitergeben, sondern sie nur nutzen, um bei anderen Banken nachzufragen, ob noch mehrere P-Konten vorhanden sind.

P-Konto als Sicherheit

Das P-Konto sollte eher nicht zurückgewandelt werden, während das Insolvenzverfahren noch läuft. Für den Insolvenzverwalter ist es einfacher, dass das Konto bis zum unpfändbaren Betrag abgeschöpft werden kann. Ein Vorbeischleusen von Vermögen ist nicht möglich. Das bedeutet auch Sicherheit für den Schuldner. Er weiß, welchen Betrag er monatlich zur Verfügung hat. Steigt das Einkommen, wird mehr vom Konto abgeschöpft und den Gläubigern zugeführt. Dadurch sind die Schulden schneller abbezahlt. Er braucht sich auch keine Gedanken darüber zu machen, dem Insolvenzverwalter ständig aktuelle Kontoauszüge vorzulegen. Damit wird beiden Seiten Arbeit erspart. Der Aufwand für alle Beteiligten ist mit P-Konto geringer, als mit einem herkömmlichen Konto. Sobald ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, kann der Schuldner nicht mehr auf sein normales Konto zugreifen. Normalerweise dauert es ein paar Tage, bis das Konto freigegeben wird. In diesen Tagen bekommt der Schuldner kein Geld. Um solche finanziellen Lücken zu umgehen, ist die Einrichtung eines P-Kontos schon vor dem Insolvenzantrag empfehlenswert.