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Es kann passieren, dass ohne gegebenen Anlass ein Brief von einem Inkassobüro im Postkasten ist. Oftmals hat man unbedarft irgendwo bei einem Gewinnspiel seine Adresse angegeben, die missbräuchlich verwendet wurde. Auf keinen Fall darf diese Forderung bezahlt werden.

Nicht einschüchtern lassen

Unseriöse Inkassofirmen gehen in aller Härt vor. Schon in der Rechnung befindet sich der Hinweis auf ein gerichtliches Verfahren, das eingeleitet wird, wenn die Rechnung nicht binnen der angegebenen Frist einbezahlt wird. Das ist schon der erste Hinweis, dass es sich um eine Inkassofalle handelt. Seriöse Unternehmen würden nie mit einem Gerichtsverfahren drohen. Durch das Schreiben wird der Empfänger eingeschüchtert. Da jeder den Kontakt mit dem Gericht vermeiden möchte, wird der Betrag ohne zu hinterfragen einbezahlt. Das Geld ist verloren, es gibt kaum einen Weg, es zurückzubekommen.

Recherche im Internet

In dem Brief des Inkassobüros muss der Name des Gläubigers angegeben sein. Dieser Name sollte im Internet recherchiert werden. Ist er bereits dafür bekannt, dass er ein Inkassobüro für ungerechtfertigte Rechnungen engagiert, wird der Name im negativen Zusammenhang in verschiedenen Foren zu finden sein. Der nächste Weg sollte daher zur Verbraucherzentrale führen.

Strafanzeige erstatten

Gegen ein Inkassounternehmen, das unseriös und somit betrügerisch arbeitet, kann Strafanzeige erstattet werden. Auch wenn der Betrag, der gefordert wird nur gering ist, soll dieser Weg beschritten werden. Je mehr Anzeigen erstattet werden, umso eher können die Betrüger gerichtlich belangt werden. Damit sind die Betrügereien der falschen Inkassofirmen vorbei. Die Strafanzeige ist völlig kostenlos, es kommen auch keine Gerichtskosten auf den Kläger zu.

Auf den Inkassobrief reagieren

Auf einen Inkassobrief sollte reagiert werden. In einem Antwortschreiben muss klar gemacht werden, dass diese Forderung nicht gerechtfertigt ist. Auch wenn das Inkassounternehmen meint, man hätte die AGBs akzeptiert, so sind die versteckten Kosten nicht gerechtfertigt. Handelt es sich um einen Vertrag, der online abgeschlossen wurde, so gilt innerhalb von 14 Tagen ein Widerrufsrecht. Bei Angeboten, die sittenwidrig sind oder einen Kunden absichtlich täuschen, ist der Vertrag ungültig. Diese Punkte können, je nach Art der Forderung in dem Brief erwähnt werden.

Es kann jeden passieren, dass er von Inkassobetrügern kontaktiert wird. Gegen diese Machenschaften kann vorgegangen werden. Niemand muss sich unter Druck setzen lassen, auch wenn mit gerichtlichen Schritten gedroht wird.