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Oft übertragen Firmen die Eintreibung der Schulden an ein Inkassobüro. Dieses ist berechtigt, die Schulden inklusive der entstandenen Nebenkosten vom Schuldner zu verlangen. Diese Inkassobüros müssen bei der zuständigen Registrierungsbehörde registriert sein. Ist das nicht der Fall, ist das Inkassobüro unseriös. Bevor der geforderte Betrag einbezahlt wird, soll der Schuldner einige Dinge beachten.

Die Überprüfung der Forderung

Zuerst muss überprüft werden, ob die Forderung gerechtfertigt ist. In dem Inkassobrief steht der Name des Gläubigers. Ist dieser dem Schuldner unbekannt, sollte der nächste Weg der zur Verbraucherzentrale sein. Weiß der Schuldner, dass er bei dieser Firma eine offene Rechnung hat, ist der Betrag zu überprüfen. Normalerweise ist der Betrag aufgeschlüsselt. Der Schuldner sieht den ursprünglichen Betrag und auch die Kosten, die für das Schreiben des Inkassounternehmens anfallen. Etwaige Verzugszinsen sind ebenso ausgewiesen.

Die Reaktion auf ein Inkassoschreiben

Ist erwiesen, dass die Forderung zu Recht besteht, kann das Inkassounternehmen kontaktiert werden. Oftmals kann die Summe nicht sofort oder zur Gänze beglichen werden. Es lohnt sich daher, Kontakt mit dem Inkassobüro aufzunehmen. Davor braucht niemand Angst zu haben. Die Unternehmen gewähren dem Kunden auf Anfrage eine Ratenzahlung. Keinesfalls darf das Schreiben ignoriert werden. Das würde noch höhere Kosten bedeuten. In weiterer Folge wird ein gerichtliches Mahnverfahren folgen. Um das zu vermeiden, ist es notwendig, die Schuld zu begleichen oder um Ratenzahlung zu bitten. Allerdings können die Daten des Schuldners an Auskunfteien weitergegeben werden. Dies hat zur Folge, dass die Aufnahme eines Kredites oder diverse Vertragsabschlüsse erschwert werden.

Inkassogebühren

Die Inkassogebühren, die verlangt werden dürfen, sind im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Hat der Schuldner das Gefühl, dass diese zu hoch sind, kann er eine Schuldnerberatung aufsuchen, um dies Kosten überprüfen zu lassen. Ein Inkassounternehmen ist ein Dienstleistungsunternehmen. Durch das Versenden der Briefe und die Bearbeitung fallen Kosten an. Diese müssen gedeckt werden. Hin und wieder gestaltet es sich für ein Inkassounternehmen schwierig, einen inzwischen verzogenen Kunden ausfindig zu machen. Der Aufwand, die neue Adresse herauszufinden, ist hoch und wird daher dem Schuldner in Rechnung gestellt.